So schaffen Sie ein behagliches Raumklima und sparen Energie

Ein behagliches Raumklima ist von vielen Faktoren abhängig. Neben der Bauweise einer Immobilie, nehmen auch das aktuelle Wetter, Sonnenstrahlung oder die Raumluft Einfluss darauf. Wir fühlen uns oft unkonzentriert, sind schneller gereizt oder unsere Schleimhäute leiden. Eines meiner Lieblingsmaterialien ist der Naturkalk-Kalkputz – er hat auf einige Probleme eine Antwort! 

Folgende Probleme verhindern ein behagliches Raumklima

  • unzureichender Schutz vor Überhitzung & Dämmung
  • falsche Raumtemperatur (behagliches Wohnen bei 22 °C)
  • Oberflächentemperatur von umgebenden Flächen
  • trockene oder problematische Raumluftfeuchte
  • Qualität der Raumluft
  • Akustik & Schallpegel
  • Licht, Beleuchtung & Farbtemperatur
  • elektromagnetische Strahlung

1. Hitzeschutz und Dämmung

Wichtig für ein angenehmes Raumklima ist der Schutz vor übermäßiger Hitze und die Vermeidung von Wärmeverlusten. Unzureichender Hitzeschutz und übermäßige Sonneneinstrahlung durch große Fensterflächen können die Temperaturen in Innenräumen stark ansteigen lassen. Gleichzeitig führt eine mangelhafte Dämmung der Gebäudehülle dazu, dass im Winter wertvolle Wärme unkontrolliert nach außen entweicht. Die Heizkosten steigen und das Risiko für Schimmelpilzbefall in kälteren Bereichen wie Gebäudeaußenecken wird verstärkt.

Gegenmaßnahmen umfassen den Einsatz von außen liegendem Sonnenschutz, Folien an Fenstern und den Einbau spezieller Verglasungen. Mit diesen kann die Sonneneinstrahlung reguliert werden. Zusätzlich verbessert eine optimierte Gebäudedämmung den Erhalt der Innentemperatur. Die Anfälligkeit für Schimmelbildung durch thermische Brücken sinkt.

 2. Raumluft: Erhöhte Luftfeuchtigkeit im Innenraum

Eine zweite Schwachstelle ist die Luftfeuchtigkeit. Sie wird bestimmt durch Einflussfaktoren wie das Atmen, Kochen, Duschen und das Wetter. Durch die Atemluft des Menschen etwa kommen 50 g Feuchte pro Stunde und Person hinzu. Durchs Kochen 2.000 g und durchs Baden und Duschen 1.000 g pro Tag und Person hinzu. An kalten Wandflächen und Inneneckbereich kann es dann zur Bildung von Kondenswasser kommen. Damit dies nicht passiert, liegt die optimale relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 60 %. Und um für ausreichend Sauerstoff zu sorgen, nutzen Sie am besten die Querlüftung. Führen Sie den Durchzug (Zugluft) mehrmals am Tag kurz durch, um die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten. Der Raumluftaustausch erfolgt schnell und der Energiebedarf für das Wiederaufheizen der Raumluft wird niedrig gehalten.

Behagliches Raumklima - Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit Diagram
Behagliches Raumklima – Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit Diagram

3. Schadstoffbelastung in Innenräumen

Die Luftqualität in Wohn- und Arbeitsräumen wird nicht selten durch Schadstoffe wie Formaldehyd, VOC (flüchtige organische Verbindungen) und Feinstaub belastet. Diese können aus Baustoffen, Möbeln, Reinigungsmitteln oder sogar aus der Außenluft stammen. Eine hohe Schadstoffbelastung führt zu einem unbehaglichen Raumklima und kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen. Luftqualität und regelmäßiges Lüften sind daher wichtig für ein angenehmes Raumklima. Luftreiniger und der Einsatz schadstoffarmer Materialien in der Konstruktion können effektive Abhilfe schaffen und das Wohlbefinden verbessern.

4. Mangelnde Raumakustik

Je besser die Aussenwand eines Gebäudes mit schallabsorbierenden Baustoffen bestückt ist, desto geringer die Belastung in Innenräumen durch etwa Straßenlärm. Lärm und schlechte Akustik können das Behaglichkeitsempfinden erheblich beeinträchtigen. Stress und Konzentrationsprobleme, die Folge.

In einem Wohnraum mit hoher Luftdichte und minimaler Luftbewegung können bereits leise Geräusche als störend empfunden werden. Die Optimierung der Raumakustik kann durch schallabsorbierende Materialien, wie Akustikplatten, Akustikpaneele oder Akustik-Vorhängen geschehen. Sie reduzieren den Schalldruckpegel und schaffen ein komfortableres Umfeld zum Wohlfühlen. Auch bei mir Zuhause habe ich Akustikplatten an den Raumwänden platziert, damit Schall nicht so leicht reflektiert wird.

Akustikplatte und Akustikdämmung - Schall wird absorbiert
Akustikplatte und Akustikdämmung – Schall wird absorbiert

5. Beleuchtung und Lichtquellen

Eine ausgewogene Lichtgestaltung beinhaltet die Kombination aus Tageslicht und künstlicher Beleuchtung. Legen Sie bei der Planung die Priorität auf die Beleuchtungsstärke und nicht auf das Design. Das abgegebene Licht muss auf die Anforderungen des Raumes und seiner Nutzung abgestimmt sein.

Die Lichtquellen sollen keine Blendung verursachen oder unerwünscht die Raumtemperatur durch Wärmestrahlung erhöhen. LED-Leuchtmittel werden ständig weiterentwickelt, sind effizient und die Strahlung durch Wärmeabgabe ist gering. Die Lichtintensität können Sie leicht mit einem Luxmeter oder Fotometer messen.

Warmweißes oder weiches Licht (Farbtemperatur ca. 2700-3000 Kelvin), ist in Wohnräumen angenehmer als kaltes, helles Licht. Es verleiht dem Raum eine behagliche Stimmung.

Passen Sie die Lichtintensität und die Beleuchtung an die Tageszeit an. Mit intelligenten Systemen wie PHILIPS HUE, lassen sich Leuchtmittel ins eigene WLAN integrieren und mit dem Smartphone steuern. Schaffen Sie sich so ein dynamisches und komfortables Umfeld.

Lichtintensität von Philips HUE über Smartphone App konfigurieren
Lichtintensität von Philips HUE über Smartphone App konfigurieren

6. Elektromagnetische Felder (EMF)

Elektromagnetische Felder, die durch Nutzung von TV, Smartphone, Laptop etc. entstehen, können in luftdichten Gebäudehüllen zu einer Herausforderung für ein behagliches Raumklima werden. Es ist wichtig, die Immobilie gegenüber EMF niedrig zu halten, damit es nicht zu Problemen führen kann.

Das Messen von EMF-Werten und die Priorisierung von Schutzmaßnahmen, wie z.B. die Verwendung von Abschirmfolien oder die Optimierung der Platzierung von WLAN-Routern, können die Strahlungsexposition minimieren. Durch die Weiterentwicklung von Bau- und Isolationstechniken können moderne Gebäude so konzipiert werden, dass sie sowohl energetisch effizient als auch EMF-arm sind.

Sumpf-Kalk-Putz als intelligenter Problemlöser

Sumpfkalkputz adressiert gleich mehrere der genannten Herausforderungen für ein tolles Raumklima. Durch seine einzigartigen Eigenschaften unterstützt er das Einhalten der relativen Luftfeuchte. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die schnell als unangenehm empfunden wird, belastet nicht das Wohnklima. Sie profitieren von einer gesunden Innenraumluft. Die hygroskopische Eigenschaft ermöglicht es, automatisch überschüssige Luftfeuchtigkeit zu absorbieren – Kondenswasser bildet sich somit schlechter.

Durch seine Alkalität erhöht der Putz auch die Oberflächentemperatur der Wände. Das mindert das Risiko von ebenfalls und schafft eine natürliche Barriere gegen Schimmelpilzbefall. Im Winter, wenn geheizt wird, gibt der Putz die gespeicherte Feuchtigkeit wieder an die Raumluft ab. 

Durch die Diffusionsoffenheit wird Energie gespart und eine Sanierung zahlt sich schnell aus.

Aber Sumpfkalkputz verbessert auch die Akustik aufgrund seiner porösen Struktur. Diese kann Schallwellen absorbieren, was zur Reduzierung von Geräuschpegeln im Wohn- oder Arbeitsräumen führt.

Als Bio-Malermeister gestalte ich mit dem ökologischen Baustoff Kalkputz hochwertige, ästhetische Oberflächen, die mitdenken. Es entsteht ein behagliches Raumklima, das niemals als unangenehm empfunden wird.

Sumpfkalkputz an einer Wand - Zimmerwand von Malermeister Vogel
Sumpfkalkputz an einer Wand – Zimmerwand von Malermeister Vogel

Schönes Wohnraumklima schaffen – Mein Fazit


Ein behagliches Raumklima ist für unser Wohlbefinden verantwortlich. Viele Dinge wie die Bauweise, Wetter, Innentemperatur und Raumluft haben Auswirkungen darauf. Kalkputz erweist sich für mich als eine natürliche Lösung für Überhitzung, Raumtemperatur und Schadstoffbelastung. Es fördert ein angenehmes Raumklima durch Regulierung der Luftfeuchtigkeit und Verbesserung der Luftqualität. Ganz zu schweigen von der Schimmelprävention und verbesserten Raumakustik. Als Bio-Malermeister schätze ich Kalkputz für seine ökologischen und ästhetischen Vorteile, die ein gesundes, behagliches Wohnambiente schaffen.

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